Theater

Theater in Mecklenburg-Vorpommern

"Theater muss sein" heißt ein Slogan der Vorpommerschen Landesbühne, sichtbar an vielen Fahrzeugen, als Aufkleber erhältlich, als Lebensmotto, oder besser Überlebens-Motto.
Denn die Theater haben es nicht nur hier in Mecklenburg-Vorpommern schwer, dies ist ein bundesweites Übel.  

Theater ist hautnah

Ob das Theater Vorpommern mit Hauptbühne in Greifswald, Theater in Rostock, u.a. das Volks-Theater, das Mecklenburgische Staatstheater Schwerin oder die Vorpommersche Landesbühne, von kleineren Bühnen ganz zu schweigen, allen wurden über die Jahre finanzielle Mittel gestrichen, Fördertöpfe geschrumpft, kurz, das Leben schwer gemacht.

Natürlich, auch Theater müssen gut sein, um Publikum nicht zu verlieren und neu zu generieren. Sie müssen wirtschaftlich denken, aber Konkurrenz kann und darf nicht bestehen. Denn alle inszenieren anders und Anderes. Sie stellen nicht das gleiche Produkt her, das einer Konkurrenz bedarf, um gut zu bleiben oder zu werden.

Der Zuschauer erlebt hautnah das Geschehen auf der Bühne, wird zum Teil in das Geschehen eingebunden und ist damit Teil des Theaterstückes. Aktuelle Bezüge können, wenn gewollt, in klassische Stücke einfließen. Dies macht jedes Stück, auch über Jahre, immer wieder neu interessant und sehenswert, weil es nicht altbacken und verstaubt daher kommt.

Eine Lanze für das Theater

Ob Kinder-Theater, Musical, Posse, Komödie oder Drama - alle sind ein völlig einzigartiges Erlebnis im Gegensatz zum Medium Film. Sogar über die Spielzeit können Wandlungen im Stück erlebt werden, sei es, dass Textpassagen, Licht-Effekte oder Einsätze sich leicht ändern, die Darsteller Menschen sind, die mal einen guten, mal einen schlechteren Tag haben. Jede Aufführung gedeiht daher zu einem Unikat, dass es so nicht wieder geben wird. Film, einmal gedreht, kann sich nicht verändern. Theater ist ständigem Wandel unterworfen - und das ist gut so.

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